Grab dreier Inkas in Machu Picchu entdeckt

17. Oktober 2002, 12:38
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Es soll der am besten erhaltene Fund seit 90 Jahren sein

Lima - Archäologen haben in den Ruinen von Machu Picchu in Peru ein intaktes Inka-Grab entdeckt. Nach Behördenangaben vom Montag handelt es sich um die am besten erhaltene Grabstätte, die dort seit rund 90 Jahren gefunden wurde. Die Stätte enthalte offenbar die sterblichen Überreste von drei Personen, die mit den damals üblichen Grabbeigaben bestattet worden seien. Dazu zählen mindestens zwei Keramikvasen und sieben Bronzeobjekte wie Broschen und Nadeln, wie der leitende Archäologe Sabino Hancco erklärte.

Die Stätte sei in der vergangenen Woche 80 Zentimeter unter der Oberfläche in einer Spalte unter einem großen Felsbrocken in der so genannten Zitadelle entdeckt worden. Es habe sich um eine Routinegrabung gehandelt. Die Inkas herrschten im heutigen Peru von etwa 1430 bis zur Ankunft der Spanier 1532. Die Anlage von Machu Picchu liegt 500 Kilometer südöstlich von Lima und wird alljährlich von 300.000 Menschen besichtigt.

Der amerikanische Forscher Hiram Bingham entdeckte die Ruinen von Machu Picchu 1911. In den folgenden vier Jahren legten Archäologen Gräber mit den Gebeinen von 172 Menschen frei, wie der Direktor des Nationalparks, Fernando Astete, erklärte. Seitdem wurden die sterblichen Überreste von weiteren 30 Menschen gefunden. Diese Gräber seien aber in schlechtem Zustand gewesen und hätten kaum Beigaben enthalten. (APA/AP)

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    Als Grabbeigaben wurden Keramikvasen und sieben Bronzeobjekte wie Broschen und Nadeln gefunden

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