"Frankfurter Rundschau" kündigt weitere Mitarbeiter

16. Oktober 2002, 10:03
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Storz neuer Chef - Strukturreform geplant

Die finanziell angeschlagene "Frankfurter Rundschau" setzt eine weit reichende Strukturreform um. Mit sofortiger Wirkung wurde Wolfgang Storz (48), bisher stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter für die "Seite 3", zum neuen Chefredakteur berufen. Er führe "ab sofort" die Redaktion, teilte die "FR" am Dienstag mit.

Sanierungskonzept

Außerdem werde die Zeitung das von der Unternehmensberatung KPMG vorgeschlagene Sanierungskonzept auf ganzer Linie umsetzen, sagte Verlagsleiter Utz Grimmer. Das bedeutet weitere 150 betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2004. In einem ersten Schritt müssen 90 Mitarbeiter bis Ende 2003 gehen, darunter 30 bis 35 Redakteure. Außerdem werden danach eine von vier Geschäftsführerstellen und vier von sieben Prokuristenposten abgeschafft.

Den bisherigen Chefredakteuren Jochen Siemens (54) und Hans-Helmut Kohl (51) wurden Korrespondentenposten im Ausland angeboten. Ob sie diese akzeptieren und damit bei der "FR" bleiben, ist nach Angaben Grimmers noch nicht entschieden. Neue Stellvertreter sind Jürgen Metkemeyer (47) und Stephan Hebel (46), beide rücken aus dem Haus nach. (APA/dpa)

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