Polizei bezweifelt Anschlag auf Bus

15. Oktober 2002, 21:27
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Metallteile durchschlugen Scheiben - keine Patronenhülsen gefunden

Jerusalem - In der nordisraelischen Stadt Beit Shean ist am Dienstag ein Sprengsatz in einem Bus detoniert. Fünf Personen wurden verletzt, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Nach ersten Berichten waren die Verletzungen nicht lebensbedrohlich.

Jerusalem - Die israelische Polizei ist sich nach eigenen Angaben nicht mehr sicher, ob die vier am Dienstag verletzten Bus-Passagiere Opfer eines Anschlages geworden sind. Die Polizei in Beit Shean zog ihre erste Vermutung eines Anschlages zurück, nachdem keine Patronenhülsen gefunden wurden. Zudem sagten Bewohner eines Kibbuz aus, ein Holzhäcksler könnte Metall- oder Holzstücke von ihrem Grundstück auf die Straße geschleudert haben.

Die vier Passagiere waren dem Armee-Rundfunk zufolge durch zersplitterte Fensterscheiben verletzt worden. Die Polizei hatte zunächst erklärt, die Fenster seien von Kugeln durchschossen worden und einen palästinensischen Anschlag dahinter vermutet. Später äußerte sich die Polizei zurückhaltender. Ein Polizeisprecher sagte, ein Metall-Objekt habe die Fensterscheiben des Busses zerschlagen. Sein Ursprungsort sei unklar. Es werde aber nichts ausgeschlossen.

Der Busfahrer sagte im israelischen Rundfunk, Passagiere hätten "Angriff, Angriff" gerufen, als die Scheiben des Busses zersplitterten. In dem seit mehr als zwei Jahre anhaltenden Aufstand der Palästinenser für einen eigenen Staat und gegen die israelische Besatzung haben palästinensische Extremisten zahlreiche Anschläge verübt, bei den hunderte Israelis getötet wurden. (APA/Reuters)

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