"Rede nicht zuviel und nicht langweilig! "

17. Oktober 2005, 15:34
posten

Knigge ist bis heute der Inbegriff für gesellschaftliche Umgangsformen. Adolf Freiherr von Knigge, der Vater des guten Tons feiert seinen 250. Geburtstag

Eigentlich ist in seinem Buch "Über den Umgang mit Menschen" nichts von Benimmregeln und Etikette zu finden. Trotzdem muss jeder, der gegen einen "Verhaltenscode" verstößt, damit rechnen, mit Verweis auf "den Knigge" zurechtgewiesen zu werden.

Geboren wurde Adolf Freiherr von Knigge am 16. Oktober 1752 auf Schloss Bredenbeck bei Hannover. Er entstammte einer Familie, die 1655 in den Freiherrnstand erhoben worden war. Im Jahre 1769 bezog er die Universität Göttingen, wurde 1771 Hofjunker und Assessor der Kriegs- und Domänenkammer in Kassel und bewirtschaftete zeitweilig seine Güter. Von 1780 bis 1784 war er führendes Mitglied des Freimaurerbundes der "Illuminaten". Als solches setzte er sich für die Durchsetzung der "Aufklärung", für mehr Freiheit und Humanität ein. 1791 wurde er Oberhauptmann in kurfürstlich-hannoversche Dienste in Bremen, wo er fünf Jahre später, am 6. Mai 1796 starb. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen. Er war aber vor allem ein kritischer Schriftsteller, der die politischen und sozialen Missstände seiner Zeit aufzeigen wollte.

Der Nachwelt in Erinnerung blieb er jedoch hauptsächlich durch sein Buch "Über den Umgang mit Menschen", das heute fälschlich als Benimm-Büchlein kursiert. Eine steife Etikette lag Knigge fern, er wollte neue Formen für freie Menschen, eine Anleitung zum aufgeklärten Miteinander.

Durch das Buch, das im Geist der Aufklärung Regeln der Lebenskunst gibt, wurde sein Name zum geflügelten Wort und ist bis heute Inbegriff für Erziehung und gutes Benehmen.(red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der vorschriftsmäßige Handkuss

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Adolf Freiherr von Knigge

Share if you care.