Familientragödie mit acht Toten in Turin

15. Oktober 2002, 18:14
1 Posting

Italienische Öffentlichkeit von drei Verbrechen geschockt

Turin - Eine Familientragödie in Italien: In Chieri bei Turin erschoss ein Mann am Dienstag sieben Menschen und verübte dann Selbstmord. Der 40- jährige Maurer Mauro Antonelli läutete am Morgen an der Wohnung seiner geschiedenen Frau Carla. Als diese die Tür öffnete, schoss er sie nieder, dann eröffnete er das Feuer auf die Schwiegermutter.

Mit zwei Revolvern und einer Maschinenpistole brachte Antonelli dann in wenigen Minuten zwei weitere Verwandte und drei Nachbarn um, die den Opfern zu Hilfe geeilt waren. Dann schoß er sich im Garten in den Kopf.

Die siebenjährige Tochter des Paares, die kurz vorher den Schulbus bestiegen hatte, überlebte als einziges Familienmitglied das Massaker.

Tatmotiv unklar

Ein Nachbar erzählte geschockt, der Mörder habe wie ein Besessener auf jeden geschossen, der ihm in die Quere gekommen sei: "Es war wie eine Szene aus ,Rambo‘." Die Polizei erklärte , das Tatmotiv sei unklar. Seit der Trennung vor zwei Jahren sei der Mann mit seiner Exfrau im Streit gelegen.

Zwei weitere Familientragödien schockierten am Mittwoch Italien: In seiner Villa bei Reggio Emilia erschoss der 58-jährige Renzo Finamore seine 17-jährige Tochter, deren 23-jähriger Freund überlebte schwer verletzt. Dann brachte er seine Frau um und richtete die Waffe gegen sich selbst. Der ehemalige Offizier der Finanzwache hatte eine Kamera aufgestellt, um die Morde zu filmen.

In Rom brachte ein pensionierter Offizier des italienisches Heeres seine Frau mit einem Messer um und verübte anschließend Selbstmord. (Gerhard Mumelter/DER STANDARD, Printausgabe, 16.10.2002)

Share if you care.