"Wir werden nie aufhören ..."

15. Oktober 2002, 12:55
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Bischof Klaus Küng will nicht locker lassen - Die Fristenregelung soll verschärft werden

Es geht weiter. Konservative Kräfte in diesem Land wollen das Recht der Frau auf Selbstbestimmung über ihren Körper nicht akzeptieren. Denn nach dem Vorstoß einer Reihe von erzkonservativen Politikern und Kirchenvätern, dieStandard.at berichtete, die Abtreibung zu erschweren, also das Gesetz der Fristenlösung auszuhebeln, ist die Diskussion nicht abgerissen. In einem Interview mit KATH.NET sagt "Familien-Bischof" Klaus Küng, was er denkt:

"Es gab in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Initiativen, auch sehr konkrete Gespräche mit Politikern aus allen Parteien, um zumindest eine Verbesserung des Lebensschutzes anzustreben. Folgende Punkte sind mit Rechtsexperten mehrfach durchgesprochen worden: eine vom Gesetz vorgeschriebene Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt, um eine objektive Beratung zu gewährleisten und um eine mögliche "Geschäftemacherei" zu erschweren; eine gesetzlich vorgeschriebene dreitägige Bedenkzeit, um der Schwangeren gesetzliche Rückendeckung vor unmittelbarem äußerem Druck zu geben und um übereilte Handlungen, die später bereut werden, zu vermeiden; weiters eine verpflichtende Beratung auch bei den Indikationen bis zur Geburt; ersatzlose Streichung der Freigabe der Abtreibung bis zur Geburt bei Unmündigkeit, und schließlich die Einforderung von Statistiken und anonymer Motivforschung, um gezielt helfen zu können und um einen konkreten Ansatzpunkt für die 1975 einstimmig angenommenen flankierenden Maßnahmen zu finden." Lesen Sie mehr. (red)

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    Demo von Pro- und Anti-Abtreibungs-AktivistInnen in Washington.
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