Zukunft der Klagenfurter Seebühne bleibt ungewiss

15. Oktober 2002, 21:35
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Kärnten: Keine Entscheidung im Theaterausschuss

Klagenfurt - Ob es 2003 überhaupt ein Musical auf der Klagenfurter Seebühne geben wird, steht derzeit nicht fest. Nachdem am Montag Kulturreferent Jörg Haider den Theaterauschuss schwänzte, gab es auch keine Entscheidung, wer nun die Seebühne im kommenden Sommer bespielen wird. Stadttheater-Intendant Dietmar Pflegerl hat daraufhin seine Angebot ("Les Miserables") definitiv zurückgezogen.

Bei den Vereinigten Bühnen Wien, die sich ebenfalls für die Seebühne als weiteren Spielort für ihr Repertoire interessieren, steht eine Entscheidung im Aufsichtsrat ebenfalls noch aus.

Für Intendant Pflegerl tragen Haider und Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher Verantwortung für das neuerliche "Chaos" um die Seebühne: "Haider hat den Theaterausschuss dreimal platzen lassen und sich damit um eine Entscheidung gedrückt. Scheucher will sich um die Folgekosten von Produktionen herummogeln. Jeder hat gewusst, dass man Produktionen nur aus den Einnahmen allein nicht decken kann."

SP-Chef Peter Ambrozy bezeichnete Haiders Vorgehen als "fahrlässig" und fordert ihn auf, "dass er seine Verantwortung als Kulturreferent wahrnimmt oder das Ressort an jemanden abgibt, der mehr Sensibilität an den Tag legt." Sonst habe der Steuerzahler die 60 Millionen Schilling (4,4 Millionen Euro) Errichtungskosten für die Seebühne umsonst bezahlt. (stein / DER STANDARD, Printausgabe, 16.10.2002)

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