Bedrohte Schülerinnen

14. Oktober 2002, 19:40
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Bisher mussten sechs Mädchenschulen in Afghanistan geschlossen werden

Kabul - Bewaffnete Männer haben nach Informationen der afghanischen Zeitung "Arman-e-Millie" die Schließung einer Mädchenschule nahe der Hauptstadt Kabul erzwungen. Sie hätten die Schülerinnen bedroht, berichtete die staatliche Zeitung am Montag.

Bisher sechs geschlossene Mädchenschulen

Die Schule "Bibi Fatima Ul Sahras" wurde von etwa 1300 Mädchen besucht und liegt in der Provinz Wardak. Sie ist bereits die sechste Mädchenschule, die in den vergangenen Wochen geschlossen werden musste. Fünf Schulen wurden niedergebrannt; vor einer Schule explodierte eine Bombe, ohne jedoch jemanden zu verletzen oder Sachschaden anzurichten. Sie nahm nach einigen Tagen den Betrieb wieder auf.

In Zusammenhang mit den Bränden in zwei der Schulen seien mehr als 24 Menschen verhaftet worden, sagte ein Mitglied der Stadtverwaltung von Sar-i-Pul, wo eine Schule betroffen war. Unter ihnen befänden sich auch zwei Geistliche, die mit den im vergangenen Jahr gestürzten Taliban sympathisiert hätten.

Während des fünfjährigen Regimes der radikal-islamischen Taliban war Mädchen der Schulbesuch verwehrt. (APA/Reuters)

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