Ein Mandala aus Sand

14. Oktober 2002, 19:36
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Dalai-Lama erhält Menschenrechtspreis

Graz - Eigentlich ist es ein buntes Haus, das Mandala, das derzeit von buddhistischen Mönchen aus Sand gestreut wird. Anlässlich des Weltbuddhistentreffens "Kalachakra 2002", das bis zum 23. Oktober in Graz stattfindet und vom Dalai-Lama geleitet wird, entsteht in diesen Tagen in der Grazer Stadthalle ein fragiles Kunstwerk.

Symbolisch soll das neun Quadratmeter große Mandala den Palast darstellen, in dem der Gott Kalachakra residiert. Zum Abschluss des Treffens wird das Mandala traditionsgemäß in einem Gewässer aufgelöst. Sprich, es wird in die Mur geleert. Während die Mönche den Sand rieseln ließen, wurde dem Dalai-Lama am Montag der Menschenrechtspreis der Universität Graz verliehen. Die Auszeichnung wurde bislang dreimal vergeben, unter anderem 1994 an Simon Wiesenthal. Heute, Dienstag, beginnen die praktischen Kalachakra-Unterweisungen des Dalai-Lama. Jeder, der eine Karte hat, kann daran teilnehmen. Die kolportierte Teilnahme des US-Schauspielers Richard Gere wurde kürzlich von dessen Büro dementiert. (koe/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. 10. 2002)

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