Schiff in Seenot: 70 Tote im Roten Meer

14. Oktober 2002, 19:25
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Odyssee dauerte 16 Tage - Überlebende völlig geschwächt

Mogadischu - Auf einem Schiff, das 16 Tage in Seenot auf dem Roten Meer trieb, sind 70 Menschen ums Leben gekommen. 50 Passagiere überlebten die Odyssee völlig geschwächt. Das Schiff erreichte am Sonntag die Küstenstadt Las Qorey in Somalia. Es war 17 Tage zuvor in der Nähe der Hafenstadt Bossaso in See gestochen. Nach Augenzeugenberichten waren nur sechs Seeleute bei der Ankunft fähig, sich auf den Beinen zu halten. Dutzende völlig geschwächte Menschen mussten schnell zu Ärzten gebracht werden.

Bei den Opfern, von denen viele verdursteten, handelt es sich um Flüchtlinge, die aus Äthiopien und Somalia in den Jemen wollten. Zwei schwangere Frauen brachten auf See ihre Kinder zur Welt. (APA/dpa)

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