Stephen Ambrose, Historiker und Bestseller-Autor (1936 - 2002)

14. Oktober 2002, 19:30
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Vor allem seine Arbeiten über den Zweiten Weltkrieg hatten ihn populär gemacht

Washington - Der amerikanische Bestseller-Autor und Historiker Stephen Ambrose ist am Sonntag im US-Bundesstaat Mississippi gestorben. Ambrose, ein starker Raucher, erlag im Alter von 66 Jahren einem Lungenkrebsleiden, berichteten US-Medien. 1994 erzielte der bis dahin kaum bekannte Universitätsprofessor für Geschichte mit seinem Buch über den "D-Day", die amerikanische Invasion in der Normandie am 6.Juni 1944, den Durchbruch. Für das Buch hatte der Historiker umfangreiche Interviews mit Weltkriegs-Veteranen durchgeführt.

Ambrose schrieb mehr als 30 populäre historische Bücher über den Zweiten Weltkrieg und andere historische Themen und verfasste Biografien der US-Präsidenten Dwight Eisenhower und Richard Nixon. Weiters gründete er das "National D-Day-Museum" in New Orleans und war ein beliebter Vortragender.

Selber nie Soldat gewesen ...

Für Regisseur Steven Spielberg fungierte er als Berater bei Filmen wie "Saving Private Ryan" ("Der Soldat James Ryan") und "Price for Peace". Der Ambrose-Bestseller "Band of Brothers" wurde von Spielberg als Fernsehserie verfilmt. "Band of Brothers" beschreibt den Weg einer amerikanischen Eliteeinheit von der Ausbildung in Georgia bis zur Besetzung von Adolf Hitlers Landhaus "Adlernest" bei Berchtesgaden. Die Reihe gilt mit Produktionskosten von 121,5 Millionen Euro als die teuerste Fernsehserie dieser Art.

Ambroses letztes Buch, "Für Amerika: Die persönlichen Erinnerungen eines Historikers", soll am 19.November erscheinen. Der Autor zahlreicher Werke über Kriege und Schlachten war übrigens selber nie Soldat. (APA)

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