Formel 1 im TV: Weniger Quote als im Vorjahr

14. Oktober 2002, 16:35
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RTL verlor nach frühzeitig fixierten Schumacher-Sieg Zuschauer - Durchschnittlich 588.000 Zuseher im ORF

Weniger Motorsportfans als im Vorjahr konnten sich bei der soeben zu Ende gegangenen Formel 1-Saison für die TV-Übertragungen der insgesamt 17 Rennen erwärmen. In Deutschland verlor der Privatsender RTL 1,12 Millionen Zuschauer und fast fünf Prozent Marktanteil gegenüber der Rekordsaison 2001. Branchenkenner sehen die Ursache dafür vor allem in der Dominanz des alten und neuen Weltmeisters Michael Schumacher. Im ORF hatten die Boliden durchschnittlich 588.000 Zuseher, was einer Reichweite von 8,7 Prozent und einem Marktanteil von 47 Prozent entspricht, hieß es auf APA-Anfrage am Küniglberg.

RTL verlor nach frühzeitig fixierten Schumacher-Sieg Zuschauer

Durchschnittlich 9,32 Millionen deutsche Fans verfolgten heuer die Formel 1-Berichterstattung auf ´RTL, die Marktanteile gingen auf 50,5 Prozent zurück (2001: 55,4 Prozent). Obwohl RTL damit seine bisher drittbeste Formel 1-Einschaltquote erreichte, waren die Verantwortlichen mit dem Saisonverlauf nicht ganz zufrieden. Denn nach dem elften Rennen, als Schumacher seinen fünften Titel vorzeitig perfekt machte, flaute das Interesse der Zuschauer in Deutschland merklich ab.

Quotenrückgänge auch für den ORF

Ein Trend, der in Österreich nicht so deutlich nachzuvollziehen ist. Quotenrückgänge gab es insgesamt zwar ebenfalls - der ORF hatte in der Formel 1-Saison 2001 655.000 Zuschauer, 9,7 Reichweite und 60 Prozent Marktanteil verzeichnet - doch die Zuschauer blieben auch nach "Schumis" besiegeltem Sieg bei der Stange. Spitzenzahlen von über 800.000 Zuschauern gab es allerdings nur vor dieser Entscheidung. Nummer eins im ORF-Quotenranking war heuer das vierte Rennen (San Marino) am 14. April 2002. Damals waren 896.000 Zuschauer mit dabei (13,3 Prozent Reichweite, 58 Prozent Marktanteil). (APA/dpa)

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