UBS Warburg sieht Voestalpine und Böhler-Uddeholm als "strong buy"

14. Oktober 2002, 16:06
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Heimische Stahlaktien im Branchenvergleich deutlich unterbewertet - Kursziel 45 Euro für voestalpine, 60 Euro für Böhler-Uddeholm

Wien - Die Investmentbank UBS Warburg hat in einer aktuellen Analyse des Stahlsektors die Aktien der beiden börsennotierten heimischen Stahlproduzenten Böhler-Uddeholm und voestalpine mit der Bestnote "strong buy" zum Kauf empfohlen. Beide Papiere seien im Branchenvergleich günstig bewertet, heißt es im "Global Steel Analyser".

Die voestalpine-Aktie ist auf Basis der Bewertungsgröße Unternehmenswert durch Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EV/EBITDA) sogar weltweit das billigste Papier unter den analysierten Stahlwerten. Mit einem Ratio von 2,5 liegt der österreichische Stahlproduzent hier vor der russischen Severstal mit einem Wert von 3,0.

voestalpine: Beachtlicher Bewertungsabschlag

Die voesalpine-Aktie weise damit nach ihrem jüngsten Kurseinbruch einen beachtlichen Bewertungsabschlag im Branchenvergleich auf. Angesichts des Wachstumspotenzials und der soliden Margenentwicklung sei aber vielmehr ein höheres Bewertungsniveau als der Branchenschnitt für das Papier gerechtfertigt. UBS Warburg errechnet für die voestalpine-Aktie ein Kursziel von 45 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kursniveau entspricht das einem Gewinnpotenzial von rund 80 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet UBS Warburg für die voestalpine ein Betriebsergebnis (EBIT) von 220 Mill. Euro, das Unternehmen selbst prognostiziert ein EBIT von 200 Mill. Euro. Die Gewinnprognose von UBS Warburg liegt bei 4,8 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2002/03 und bei 5,2 Euro je Aktie im Folgejahr.

Gutes Zeugnis für Böhler-Uddeholm

Auch Böhler-Uddeholm stellt UBS Warburg ein gutes Zeugnis aus. Trotz Wirtschaftsabschwung und schwächerer Nachfrage habe es der Edelstahlkonzern geschafft, die Gewinnspanne konstant zu halten. Das Unternehmen verdient in der aktuellen Konjunkturlage mehr als der Branchendurchschnitt, gleichzeitig sei es an der Börse jedoch unterbewertet, so die Stahlspezialisten von UBS Warburg.

Als Kursziel werden 60 Euro genannt, ein Plus von rund 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Die Investmentbank erwartet für Böhler-Uddeholm einen Gewinn von 5,7 Euro je Aktie im laufenden Geschäftsjahr 2002 und von 6,7 Euro im Folgejahr.(APA)

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