Osteuropafantasie für Wiener Werte

14. Oktober 2002, 15:45
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Erste Bank-Investorentreffen 26 institutionelle Kunden aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und London in Bad Tatzmannsdorf

Wien - Die Erste Bank hat bei ihrem jährlichen Investorentreffen, das an diesem Wochenende zum zweiten Mal in Bad Tatzmannsdorf stattgefunden hat, den österreichischen Aktienmarkt wieder verstärkt in den Blickpunkt der internationalen Anleger gerückt. Als Hauptgründe für die positive Performance der Wiener Börse auch in Zukunft wurde die Osteuropafantasie der österreichischen Unternehmen, die konservativen Bilanzierungspraxis, Value Stocks, die Outperformance von Small- und MidCaps und die günstigen Marktbewertung gesehen.

Wesentliche Kriterien für derzeitige Kaufempfehlungen der Erste Bank sind laut Artner, ob das Unternehmen eine führende Marktposition und/oder Kostenführerschaft einnimmt, was etwa für Mayr-Melnhof und Semperit zutreffen würde. Weiters werde auf ein erfahrenes und stabiles Management, das am Unternehmen beteiligt ist, Wert gelegt. Konservative Bilanzierungsmethoden, eine gesunde Bilanzstruktur mit geringer Verschuldung, finanzielle Flexibilität für Firmenzukäufe, günstige Bewertungsverhältnisse und Peer-Group-Vergleiche und realistische Management Stockoptionspläne sind weitere wichtige Empfehlungskriterien. Zusätzlich komme eine mögliche Osteuropa-, Übernahme- oder Privatisierungsfantasie hinzu.

26 institutionelle Kunden

Die ATX-Unternehmen, die Osteuropa als Hauptinvestment-Story haben, machen laut Erste-Analyst Günther Artner zwei Drittel des ATX-Gewichtes aus. Der Finanzsektor mit Erste Bank, Uniqa und Generali sowie die Telekom Austria zählten ebenso zu diesen Profiteuren wie OMV, Wienerberger, BBAG, Flughafen Wien und AUA.

Anlässlich des Investorentreffens konnte die Erste 26 institutionelle Kunden aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und London begrüßen. Noch nie sei damit trotz des derzeit eher negativen Aktienumfeldes die Nachfrage so groß gewesen, sagte Erste-Chefanalyst Friedrich Mostböck am Montag in Wien bei einem Pressegespräch.

Insgesamt haben sich 18 vorwiegend österreichische Unternehmen, darunter Andritz, Mayr-Melnhof, Semperit, AT&S, Gericom, Bau Holding Strabag, Böhler Uddeholm, Wienerberger, voestalpine, Telekom Austria, BWT, OMV, EVN und Verbund den in- und ausländischen Investoren präsentiert. Die Stimmung unter den Investoren sei "eigentlich sehr gut" gewesen, die Kunden würden sich mit ihren Österreich Engagements "sehr wohl" fühlen, meinte Mostböck.(APA)

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