Indonesien und Bush beschuldigen Al-Qa'ida

15. Oktober 2002, 09:46
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Zusammenarbeit mit örtlicher Terrorgruppe vermutet

Denpasar/Paris - Die indonesische Regierung hat am Montag das Terrornetzwerk Al-Qa'ida für das Blutbad auf der Ferieninsel Bali verantwortlich gemacht. Die Al-Qa'ida habe den Anschlag, bei dem am Samstag mindestens 189 Menschen getötet worden waren, offenbar gemeinsam mit einer örtlichen Terrorgruppe geplant, sagte Verteidigungsminister Matori Abdul Djalil.

"Wir sind sicher, dass die Al-Qa'ida hier ist", sagte Djalil nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Als möglicher Komplize galt die Organisation Jemaah Islamiyah (JI), die schon früher für Bombenanschläge auf westliche Botschaften in der Region verantwortlich gemacht wurde. JI-Führer Abu Bakar Bashir wies dies zurück. Der Anschlag sei das Werk ausländischer Terroristen, sagte er in einem Radio-Interview. Indirekt beschuldigte er die USA der Verwicklung in das Attentat. Es sei kein Geheimnis, dass die USA den Islam schwächen müssten, da sie ihn als den Feind ihrer Zivilisation betrachteten.

Auch Bush macht Al-Qa'ida verantwortlich

US-Präsident George W. Bush hat das mutmaßliche Terrornetzwerk Al-Qa'ida für den verheerenden Anschlag auf Bali verantwortlich gemacht. Es sei anzunehmen, dass es sich bei dem Attentat um "das Werk von Al-Qa'ida" handelte, sagte Bush am Montag in Washington. (APA/AP)

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    Bush erkennt das "Werk von Al-Qa'ida"

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