Styrian Airways startet Anfang 2003

14. Oktober 2002, 13:08
1 Posting

Ex-Tyrolean-Chef Feitl wird Geschäftsführer - Flüge von Graz, Klagenfurt, Linz und Innsbruck in deutsche Autometropolen

Graz - Der steirische Regionalfluglinie Styrian Airways wird seinen Flugbetrieb von vier heimischen Regionalflughäfen nach Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München am 13. Jänner 2003 aufnehmen. Dies teilte Styrian-Geschäftsführer Georg Pommer am Montag mit. Mit drei Flugzeugen der Type Canadair CRJ sollen Graz, Klagenfurt, Linz und Innsbruck mit den deutschen Städten verbunden werden. Das Stammkapital der Styrian Airways belaufe sich laut Pommer auf acht Mill. Euro. Die Tarifgestaltung wolle man noch nicht öffentlich machen. "Styrian" werde jedenfalls ein "Vorzeigeunternehmen" werden, meinte der Geschäftsführer.

Gesamtprogramm von Beginn weg

"Wir fliegen das Gesamtprogramm von Beginn weg", so Pommer: Die Verhandlungen seien zwar noch nicht ganz abgeschlossen, ob es geleaste oder neue Flugzeuge werden, "aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass wir die Linie mit dem jüngsten Flugzeugpark Österreichs werden". Die zweistrahligen Canadair-Jets des kanadischen Herstellers Bombardier werden 50 Sitze Platzkapazität anbieten können. Der Personalstand des Unternehmens werde sich zum Beginn zwischen 70 und 80 Mitarbeitern bewegen, der Firmensitz liegt in Graz, Geschäftsführer sollen Pommer und der früherer Tyrolean-Chef Fritz Feitl sein.

Die Flugverbindungen zwischen Graz und Stuttgart sollen drei Mal am Tage bedient werden, in der Früh, zu Mittag und am Abend. Jene von Graz nach Frankfurt werde eine Tagesrandverbindung und eine weitere zur Mittagszeit. Nach München wird am Nachmittag von Graz aus geflogen, sowie am späten Nachmittag nach Düsseldorf. Zwei Flüge gehen von Linz in der Früh nach Frankfurt und nach Düsseldorf. Von Klagenfurt und Innsbruck geht je ein Flug "in der Mittagszeitenlage" nach Frankfurt. Bei der Styrian Airways legt man Wert darauf, dass es "keine Duplizierung" der AUA-Flugpläne gebe, meinte Geschäftsführer Pommer zu geäußerten Vorwürfen des größten heimischen Carriers: "Wir fliegen im Sinne der steirischen Wirtschaft. Wir schauen auch nicht auf das, was die AUA oder ein Mitbewerber tut".

"Keine Billigfluglinie"

Die genaue Tarifgestaltung will man beim Unternehmen, das den steirischen Panther mit Flügeln im Logo führen wird, noch nicht bekannt geben. "Wir werden aber keine Billigfluglinie sein, das geht bei einem Regionalflugunternehmen auch gar nicht", erklärte Pommer. Im Übrigen sei er der Ansicht, dass sich "das Konzept Billigcarrier im Zeitgeist wie die Internetblase" verhalten werde. Hervorragende Produktivität koste Geld, andererseits könne die Styrian Airways "ohne Altlasten starten".

Ein Anliegen des Unternehmens sei es jedenfalls, dass sich auch die Vertreter der mittelständischen Wirtschaft Flüge in jenen Markt leisten könnten, der das Hauptexportfeld darstelle. Brüssel sei vorerst nicht auf dem Flugplan, aber es gebe "natürlich Vorhaben für den Sommer", sagte Pommer, man sehe sich derzeit zwischen acht und zehn weiterer Destinationen an. Im Bereich des Catering werde noch verhandelt, aber hier werde es einige Überraschungen geben.

Beteiligungsverhandlungen laufen

Hinter den Styrian Airways steht eine Gruppe von Geschäftsleuten und Managern aus der Steiermark, darunter Magna-Chef Siegfried Wolf sowie die Grazer Unternehmer Norbert Ertler und Rainhard Hohenberg. Angestrebt wird eine breit gestreute Beteiligung steirischer Firmen an der Fluggesellschaft, die Verhandlungen laufen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Soll neben Georg Pommer die neue steirische Regionalfluglinie leiten: Ex-Tyrolean-Chef Fritz Feitl.

Share if you care.