Der Spitzenkandidat

16. Oktober 2002, 12:25
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Alfred Gusenbauer im Porträt

Wien - Als Oppositionspartei hat sich die SPÖ klar gegen die bürgerliche schwarz-blaue Koalitionsregierung positioniert. Personifiziert ist diese Ausrichtung durch Alfred Gusenbauer, dem jüngsten Vorsitzenden der Parteigeschichte, der sich in den vergangenen zwei Jahren durch Pragmatismus auszeichnen konnte, um unter anderem diejenigen WählerInnen wieder zurückzugewinnen, die sich in den letzten Jahren von der SPÖ verabschiedet haben.

Der Spitzenkandidat der SP wurde im Februar 1960 in St. Pölten geboren. Von 1978 bis 1987 studierte er in Wien Politikwissenschaft, Philosophie und Jus und schloss sein Studien mit dem Dr. phil. ab. 1981 bis 1990 war er Angestellter der SPÖ, in der Folge arbeitete er bis 1999 in der NÖ Arbeiterkammer.

Von 1984 bis 1990 war Gusenbauer Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend, 1985 bis 1989 auch Vizepräsident der Sozialistischen Jugendinternationale, seit 1989 ist er auch Vizepräsident der Sozialistischen Internationale.

1991 kam Gusenbauer in den Bundesrat, von wo aus er 1993 in den Nationalrat wechselte. Er ist außerdem - seit 1991 - Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates. 40-jährig fpögte der Ex-Juso dem "Spin Doctor" Andreas Rudas in der Funktion des Bundesgeschäftsführers nach, ehe er am 31. Jänner 2000 den Parteivorsitz vom "Macher" und Quereinsteiger Viktor Klima übernahm. (APA/red)

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