Dell bringt PDA - Preis ab 200 Euro

14. Oktober 2002, 11:24
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Platz 5 in Österreich bei Desktops, Notebooks und Servern erreicht

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell Computer steigt ins Geschäft mit Taschencomputer (PDA) ein. "In den nächsten drei vier Monaten werden wir den ersten Dell PDA auf den Markt bringen", sagte Dell Europa-Manager Patrick Swoboda am Montag im Gespräch mit der APA. Das neue Gerät wird über ein Windows Betriebssystem von Microsoft verfügen und mit einem Intel-Chip ausgestattet werden. Der Preis soll nach Spekulationen in Internet-Foren zwischen 200 und 300 Euro liegen.

Der erste Dell-Drucker

Ebenfalls im kommenden Jahr auf den Markt kommen wird auch der erste Dell-Drucker. Das Unternehmen ist dafür vor kurzem eine Partnerschaft mit dem Printer-Hersteller Lexmark eingegangen.

Ausbau

In seinem bisherigen Geschäft mit PCs, Notebooks und Servern hat Dell auf dem schrumpfenden Gesamtmarkt zuletzt seine Position weiter ausgebaut. In Österreich liegt der Konzern, der ausschließlich auf Direktvertrieb setzt, in allen drei Bereichen auf Platz fünf und hat sich damit vor allem im PC-Segment stark verbessert.

Profitiert hat Dell zuletzt unter anderem auch von der Fusion zwischen Hewlett-Packard (HP) und Compaq. Während der Absatz von HP-Compaq im zweiten Quartal um 19,6 Prozent zurückgegangen sei, habe Dell im selben Zeitraum 19,2 Prozent zugelegt. Der neue Merger hat damit größtenteils an Dell Marktanteile abgegeben - auch in Österreich - betonte Swoboda weiter.

Marktführer

Besonders gut geht in Österreich auch das Storage-Geschäft von Dell. Hier liegt der texanische Konzern vor allem dank der Partnerschaft mit EMC, dem Marktführer in diesem Bereich, bereits an dritter Stelle in der Alpenrepublik.

Längerfristig strebt Dell, dessen Umsätze zu 90 Prozent aus dem Businessbereich kommen, in Österreich wie in allen Zielmärkten die Nummer eins an. Der Abstand zu den Marktführern ist hierzulande noch relativ groß. "Wir haben noch einen Haufen Arbeit vor uns", so Swoboda. Umsatz- und Absatzzahlen und einen genaueren Ausblick für Österreich wollte der Europa-Manager nicht abgeben. Weltweit strebt der Konzern im laufenden Quartal zum 1. November 2002 einen Rekordabsatz von 9,1 Mrd. Dollar an, um 22 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie dürfte 0,21 Dollar erreichen und damit um fast ein Drittel über dem Vorjahresniveau liegen. (APA)

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