Das Frauenministerium soll wieder kommen...

15. Oktober 2002, 16:17
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... wenn es nach der SPÖ geht - Prammer erneut zur Frauenvorsitzenden gewählt - 40 Frauen für den Nationalrat

Wien Vergangenes Wochenende hielt die SPÖ im Wiener Hotel Intercontinental ihre Bundesfrauenkonferenz ab. Mit großer Mehrheit (91,5 Prozent) wurde Barbara Prammer von den Delegiertinnen für zwei weitere Jahre zur Frauenvorsitzenden gewählt. In das Präsidium der SPÖ-Bundesfrauen sitzen außerdem Renate Brauner, Gertrude Spiesz, Melitta Trunk und Barbara Groß.

Frauenwahlprogramm vorgestellt

"Zentrales Thema des Programms ist die Eigenständigkeit der Frauen auf Basis eigener Berufstätigkeit", so Prammer. Die SPÖ-Frauen wollen sich für die Verbesserung des Kinderbetreuungsgeldes sowie für die Streichung der Studiengebühren einsetzen.

"40 starke Frauen für den Nationalrat"

Im Rahmen der Frauenkonferenz stellte die SPÖ auch ihre "40 starken Frauen für den Nationalrat" vor. Neben "altbekannten" Kandidatinnen fanden sich auch einige neue, wenn auch nicht unbekannte Gesichter auf der Kandidatinnenliste: Die Kärntner Spitzensportlerin Steffi Graf, SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer, ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz und die EU-Parlamentarierin Karin Scheel stellen drei der insgesamt 23 Neuzugänge.

SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer versprach bei seiner Rede den Frauen der Partei Rückendeckung. Er plädierte für die Wiedereinführung des Frauenministeriums und kündigte für den kommenden SPÖ-Parteitag an, die dort zu beschließende KandidatInnen-Liste konsequent nach dem Reißverschlussprinzip zu erstellen. Die schwarz-blaue Regierung hätte die Frauen in Österreich zurückgedrängt, es gebe keine Frauenpolitik mehr. Die Frauen seien letztendlich aber diejenigen, die die Auswirkungen der Belastungen durch die schwarz-blaue Regierung am meisten zu spüren bekommen hätten, so Gusenbauer. (red)

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    Barbara Prammer
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