Der größte Muslimstaat der Welt

14. Oktober 2002, 14:18
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Indonesien leidet noch immer an den Folgen der asiatischen Finanzkrise

Jakarta - Der Inselstaat Indonesien umfasst den Hauptteil des Malaiischen Archipels mit den Großen Sundainseln Borneo, Sumatra, Java und Sulawesi, den Kleinen Sundainseln (Bali, Lombok, Sumbava, Sumba, Flores und Timor), den Molukken sowie Irian Jaya, den Westteil Neuguineas. Insgesamt gehören zu Indonesien mehr als 13.000 Inseln, die sich auf einer Länge von fast 5000 Kilometern entlang des Äquators erstrecken.

Etwa 6000 der Inseln sind bewohnt. Die Landfläche beträgt mehr als 1,9 Millionen Quadratkilometer; der Staat Indonesien steht damit an 15. Stelle in der Welt.

Gemessen an der Bevölkerung ist Indonesien mit 195 Millionen Bewohnern das viertgrößte Land der Erde und der größte muslimische Staat der Welt. Zu den rund 300 ethnischen Minderheiten gehören Hindus, Buddhisten und Christen. Der Staatsname ist Republik Indonesien. Laut Verfassung ist der Staat eine Präsidialrepublik.

In den letzten Jahren spielte der Tourismus eine immer wichtigere Rolle für das Wirtschaftsleben auf Bali. Sollte der blutige Anschlag dazu führen, dass die jährlich Hunderttausenden ausländischen Urlauber der "Insel der Götter" den Rücken kehren, wäre dies nicht nur ein zerstörerischer Schlag für die balinesische Wirtschaft, sondern für ganz Indonesien, das sich noch immer bemüht, die verheerenden Folgen der asiatischen Finanzkrise Ende der 90er-Jahre zu überwinden.

Im ansonsten muslimisch geprägten Indonesien nimmt Bali, die "Insel der Götter", eine Sonderstellung ein: Die Kultur der rund drei Millionen Einwohner wird hauptsächlich vom Hinduismus bestimmt, nur im Norden gibt es einen stärkeren islamischen Einfluss. Bali ist eine relativ kleine Insel, rund 145 Kilometer lang und 95 Kilometer breit. (DER STANDARD, Printausgabe, 14.10.2002)

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