Bluetooth – nicht ohne Prophylaxe

13. Oktober 2002, 19:26
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Experten warnen vor "War Phoning" und mauen Sicherheitseinstellungen

Glaubt man Marktanalysten, so steht Bluetooth eine blühende Zukunft bevor. Die Funktechnik eignet sich aufgrund des geringen Stromverbrauchs und der kostengünstigen Strukturen besonders für den Massenmarkt für sprachzentrierte Geräte.

Verstärktes Interesse

Die düstere Marktlage der Mobilfunk-Branche hat zu einem verstärkten Interesse an Bluetooth als potenzielle neue Einnahmequelle und auch als Möglichkeit für den Ausbau der Marktanteile von Netzbetreibern geführt.

Ohne Kabel über kurze Distanzen

Mit Bluetooth können verschiedendste Geräte wie etwa Handys, PDAs, Notebooks und Headsets ohne Kabel über kurze Distanzen miteinander kommunizieren.

Böses Erwachen

Wie die der Online-Newsdienst ZDNet meldet, könnte es für Besitzer solcher Utensilien allerdings ein böses Erwachen geben. Bescheidene Sicherheitsfeatures könnten Telefoncrackern Tür und Tor öffnen. Denn die Technik kann auch dazu benutzt werden, um etwa die in einem Handy gespeicherte Informationen entfernt abzurufen oder Telefonate mit anderer Geräte-ID zu führen.

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Dies ist hauptsächlich dadurch möglich, dass etliche bluetoothfähige Geräte standardmäßig ohne (richtige) Sicherheitseinstellungen unter das Volk gebracht werden und Zugriffe ohne Sicherheitsabfragen erlauben.

"War Phoning"

Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass sich derartige Einbrüche in die Privatsphäre schon bald zu einer Art Volkssport entwickeln könnten. "War Phoning Tools" könnten zunehmend Verbreitung finden und den schon totgesagten "Phreakern" ein neues Betätigungsfeld verschaffen. (red)

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ZDNet

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