Österreicher überlebte harte Notlandung in ägyptischer Wüste

13. Oktober 2002, 17:38
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Nach Motor-Problemen Flughafen nicht mehr erreicht

Kairo - Ein Pilot aus Niederösterreich hat eine harte Notlandung eines Kleinflugzeugs in der ägyptischen Wüste praktisch unverletzt überlebt, wie Mitarbeiter des Flughafens Kairo und die österreichische Botschaft heute, Sonntag, der Nachrichtenagentur AP mitteilten. Der 46-Jährige befinde sich in einem guten Zustand, sagte der Botschaftssekretär der österreichischen Vertretung in Kairo, Josef Saiger.

Der Pilot, der im Süden von Wien wohnt, war, wie das Außenministerium in Wien auf Anfrage der APA mitteilte, mit einer einmotorigen "Piper" in Südafrika gestartet. Nach einem Zwischenstopp im Sudan hatte der 46-Jährige nach Angaben des Kairoer Flughafens am Samstagabend Motor-Probleme gemeldet. Ihm wurde der Weg zu einem Militärflughafen rund 120 Kilometer südlich von Kairo gewiesen. Die Maschine verschwand jedoch vom Radar.

Die ägyptischen Behörden leiteten eine Rettungsaktion ein. Ein Autofahrer entdeckte schließlich den Piloten in einem hügeligen Wüstengelände und brachte ihn zu einer Polizeistation. Der Niederösterreicher, der allein unterwegs gewesen sein dürfte, blieb unverletzt. Am dem Flugzeug entstand laut Außenministerium Totalschaden.

Der Pilot hat Kontakt mit der österreichischen Botschaft, die sich um seine Ausreise kümmern soll. Allerdings wurde von den ägyptischen Behörden eine Unfallkommission eingesetzt. Der Niederösterreicher dürfte vorerst noch in dem Land bleiben müssen. (APA)

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