Kür des Deutsche Telekom-Chefs noch völlig offen - Wieder neue Namen

17. Oktober 2002, 11:43
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Würfel könnten erste Ende November oder im Dezember fallen

Die Kür eines neuen Vorstandsvorsitzenden für die von Milliardenschulden geplagte Deutsche Telekom ist Medienberichten zufolge noch völlig offen. Ungeachtet der anhaltenden öffentlichen Spekulationen um einen Nachfolger für Helmut Sihler dürften die Würfel demnach erst Ende November oder im Dezember fallen. Sihler hatte zuvor stets deutlich gemacht, dass der neue Lenker des Telekomriesen bis Jahresende präsentiert werden soll. Unterdessen wird in der Öffentlichkeit gehandelte Liste möglicher Kandidaten immer länger.

Internes Schreiben an 100 Führungskräfte

Die "Bild"-Zeitung zitierte am Samstag ein internes Schreiben Sihlers an 100 Führungskräfte der Telekom, nach dem der Interims- Nachfolger des im Juli zurückgetretenen Ron Sommer Ende November mit einer Entscheidung rechnet. Der Aufsichtsrat habe dabei die Wahl zwischen "internen und externen" Bewerbern.

Verärgert

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ist bisher allerdings mit keinem der in der Öffentlichkeit gehandelten Kandidaten überhaupt gesprochen worden. Dies habe Sihler im kleinen Kreis seiner Manager gesagt. Das gelte auch für den kurzfristig als Top-Favorit gehandelten Post-Chef Klaus Zumwinkel. "Über dessen Verhalten, entsprechende Spekulationenen nicht sofort zu dementieren, war Sihler so verärgert, dass er sich bei Zumwinkel persönlich beschwerte", schreibt das Magazin. Bis Anfang November solle eine Kandidatenliste stehen, die endgültige Entscheidung werde im Dezember verkündet werden.

Telekom-Manager vermuten dem "Spiegel" zufolge, dass auf der Liste auch der frühere Alcatel-Manager Gottfried Dutiné steht, der heute als einziger Deutscher im Vorstand des niederländischen Elektroriesen Philips sitzt. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge gilt auch IBM- Deutschland-Chef Erwin Staudt als aussichtsreicher Kandidat.

Genannt

Neben Zumwinkel waren zuvor unter anderem auch der Chef der Telekom-Tochter T-Mobile, Kai-Uwe Ricke, Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick sowie der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der Deutsche-Bank-Vorstand Hermann-Josef Lamberti in den Medien als Aspiranten auf den Telekom-Chefsessel genannt worden. (APA/dpa)

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