Großbritannien: Mordrate erreicht Rekordhöhe

13. Oktober 2002, 11:29
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Rückläufige Tendenz in den USA und Deutschland

London - Die Mordrate in Großbritannien ist auf dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor hundert Jahren. Obwohl die Regierung beteuert habe, Gewaltverbrechen unter Kontrolle gebracht zu haben, sei die Mordrate so hoch wie nie, berichtete die Zeitung "Sunday Times". Im ersten Quartal 2002 habe die britische Polizei 885 Morde aufgenommen, das seien vier Prozent mehr als 2001 und 20 Prozent mehr als 1997. Während die Regierung in der kommenden Woche verkünden wolle, dass sie die Straßenkriminalität im September in zehn Gebieten erfolgreich eingedämmt habe, enthülle die Statistik eine deutliche Zunahme von Mord und anderen Gewaltverbrechen.

Allein im Großraum London wurden demnach in den ersten acht Monaten dieses Jahres 135 Menschen ermordet. Das seien 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im nordenglischen Manchester und in West Yorkshire stieg die Mordrate um zehn beziehungsweise 13 Prozent. Nach Angaben von Polizeichef Chris Fox ist die Entwicklung in Großbritannien gegenläufig zu den Statistiken anderer Länder. So sei die Mordrate in den USA um zwölf Prozent zurückgegangen und in Frankreich und Deutschland seit 1995 um 29 beziehungsweise 27 gesunken. (APA)

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