Zahlreiche Ausländer unter den Opfern

13. Oktober 2002, 11:19
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Präsidentin Sukarnoputri besucht Attentatsort - Australiens Premier Howard spricht von "barbarischem" Akt - Großbritannien warnt vor Reisen

Jakarta/Sydney - Bei der Bombenexplosion auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind mindestens 182 Menschen getötet worden. Die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri sagte in Jakarta, 132 weitere Menschen seien bei der Detonation in Kuta verletzt worden. Das Schicksal "einiger anderer" sei jedoch noch unklar. Unter den Toten und Verwundeten seien zahlreiche Ausländer. Megawati sagte, sie verurteile "das Bomben" in aller Schärfe. Die Präsidentin kündigte eine Reise zum Anschlagsort an.

Auch der australische Premierminister John Howard sprach von einem "barbarischen" Terrorakt. Im Namen aller Australier äußerte er "Empörung, Trauer und Horror" über die Tat. Australien müsse sich auf zahlreiche Todesopfer einstellen. "Es werden viele Australier vermisst, viele", sagte der Premier. Eine freiwillige Helferin vor Ort hatte zuvor gesagt, etwa 75 Prozent der Opfer seien Australier.

Die britische Regierung hat nach den verheerenden Bombenanschlägen die Bürger aufgefordert, vorerst nicht nach Indonesien zu reisen. "Wir fordern die Menschen auf, ihre Reisen nach Bali und in andere Teile Indonesiens aufzuschieben, sofern es nicht sehr dringende Gründe für die Reise gibt", sagte der britische Botschafter Richard Gozney am Sonntag dem BBC-Radio. "Es gibt nach wie vor gewisse Gefahren." Den bisherigen Angaben zufolge ist mindestens ein Brite unter den Todesopfern. (APA/dpa/Reuters)

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    Die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri

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