US-Forscher auf Schatzsuche im Mittelmeer

12. Oktober 2002, 22:08
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Goldbarren im Wert von vier Millarden Dollar und Silbermünzen der "Sussex" ruhen vor Gibraltar

Tampa - US-Forscher wollen vor der Küste von Gibraltar in Kürze einen Schatz im Wert von bis zu vier Milliarden Dollar (4,06 Mrd. Euro) bergen. Wie die Forschungsgesellschaft "Odyssey Marine Exploration" am Freitag in Tampa im US-Bundesstaat Flordia mitteilte, liegen Goldbarren und Silbermünzen in dem Wrack des britischen Kriegsschiffes "Sussex", das Ende des 17. Jahrhunderts im Mittelmeer gesunken war.

Ein im September mit der britischen Regierung unterzeichnetes Abkommen habe den Weg für die Expedition geebnet, da diese rechtmäßige Eigentümerin der "HMS Sussex" und ihres wertvollen Inhalts sei. Das 47 Meter lange Schiff sei nach dreijähriger Recherche zwischen 1998 und 2001 in rund tausend Meter Tiefe bei Gibraltar entdeckt worden, sagte Gregg Stemm, Mitbegründer der Forschungsgesellschaft.

Zwei Roboter - einer so groß wie eine Mikrowelle, der andere so groß wie ein Auto - sollen bei der Bergung des Schatzes helfen. Schätzungen zufolge ist die Schiffsladung mehrere zehn Millionen bis vier Milliarden Dollar wert. Die "Sussex" war am 19. Februar 1694 bei einem Sturm gesunken. Die komplette Besatzung war ertrunken. Mit den Goldbarren und Silbermünzen sollten im Krieg zwischen England und Frankreich Soldaten bezahlt und Armeen ausgestattet werden. (APA/AFP)

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