Schüssel: Mit Zehn-Prozent-Plus Stimmenstärkster werden

12. Oktober 2002, 19:12
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Kanzler sammelt bei enttäuschten Freiheitlichen

Krems - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel will bei der Nationalratswahl am 24. November die ÖVP mit einem Plus von neun bis 10 Prozentpunkten zur stimmenstärksten Partei machen. Dieses Ziel hat der ÖVP-Obmann am Samstagabend bei einer Veranstaltung der Jungen ÖVP in Krems vorgegeben. "Der Tom Cruise hätte gesagt 'Mission Imposible'. Aber er hat's geschafft", so Schüssel. Stimmen sammeln will er vor allem bei enttäuschten Freiheitlichen, mit Alfred Gusenbauer unzufriedenen Sozialdemokraten sowie der Jugend.

Schüssel forderte die Jungfunktionäre seiner Partei auf, bei der Wahlwerbung über die eigenen Kreise der Partei hinauszugehen. An erster Stelle nannte er in diesem Zusammenhang jene FPÖ-Wähler, die "tief enttäuscht" seien von den Stadlers oder Windholz, "aber auch dem Jörg Haider". Diese hätten die Wende zum Abbruch gebracht oder es zumindest zugelassen. Er sprach von 300.000 bis 400.000 Menschen, die "diesmal ÖVP, die diesmal Wolfgang Schüssel wählen" könnten, weil sie von der FPÖ enttäuscht seien.

Hoffnung macht sich Schüssel offenbar auch bei jenen Sozialdemokraten, die mit Gusenbauer nichts anfangen könnten, "oder schon gar nicht rot-grün wollen". die dritte Zielgruppe schließlich seien jene zehntausende Wähler, die zum ersten Mal ihre Stimme abgeben können. (APA)

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