Gusenbauer startet "Von-Mensch-zu-Mensch-Tour"

12. Oktober 2002, 18:57
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"SPÖ hat aus Fehlern gelernt" - "Schwarz-blaue Regierung hat sich selbst disqualifiziert"

Wien - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer hat laut einer Presseaussendung der SPÖ am Samstagnachmittag in seiner Heimatstadt Ybbs seine "Von-Mensch-zu-Mensch-Tour" gestartet, die ihm im Laufe der Wahlauseinandersetzung durch ganz Österreich führen wird. Österreich, so Gusenbauer, habe am 24. November die Möglichkeit, sich zwischen zwei Wegen zu entscheiden: "Der eine Weg führt uns wieder ins schwarz-blaue Chaos: noch mehr gebrochene Versprechen, höhere Arbeitslosigkeit, höhere Steuern und keine neuen Reformen."

Der Weg, den die SPÖ anbiete, eröffne "faire Chancen für alle, ein steigendes Wirtschaftswachstum, neue Jobs, sichere Pensionen und bestmögliche Gesundheitsversorgung für alle." Die Österreicherinnen und Österreicher hätten von Schwarz-Blau genug. Die Regierung habe auch keine zweite Chance verdient: "Die schwarz-blaue Regierung hat sich selbst disqualifiziert."

Ab in die Pension

Gusenbauer sagte, in Österreich wolle niemand mehr Schwarz-Blau mit Ausnahme eines Mannes, Wolfgang Schüssel. Schüssel mache sich nur um einen Job Gedanken: um seinen eigenen. "Zu Recht", denn "wir werden Wolfgang Schüssel am 24. November in Pension schicken". Schwarz-Blau habe alle Versprechen gebrochen: "Schwarz-Blau hat Vollbeschäftigung versprochen - und was haben wir bekommen: die höchste Arbeitslosigkeit seit 1945. Schwarz-Blau hat Steuersenkung versprochen - wir zahlen mehr Steuern denn je. Schwarz-Blau hat eine Zukunft ohne Schulden versprochen - wir haben mehr Schulden als vor drei Jahren." Was habe Österreich dafür bekommen, fragte Gusenbauer: Studiengebühren, Ambulanzgebühren, Erhöhungen der Abgaben und keine Pensionserhöhungen, denn "für die schwarz-blaue Regierung zählen die Menschen nicht".

"Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Macht", sagte Gusenbauer. Die SPÖ höre den Menschen zu und habe aus Fehlern gelernt. Österreich könne sich nicht alles leisten, man müsse jeden Euro zweimal umdrehen und Prioritäten setzen. "Wir werden nur das tun, was wir uns auch leisten können. Wir werden investieren, wo wir können und wir werden sparen", so der SPÖ-Chef. Die Sozialdemokraten würden in Arbeitsplätze, Bildung und Gesundheit investieren und auf Abfangjäger verzichten. (APA)

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