Irak räumt Hindernisse für UNO-Inspektoren

13. Oktober 2002, 15:34
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Keine Überraschungsbesuche in den Präsidentenpalästen

Irak weist Vorwürfe über Behinderung der Inspektionen zurück Keine Zusagen für Überraschungsbesuche in Präsidentenpalästen

Washington - Der Irak hat in einem neuen Brief Vorwürfe zurückgewiesen, er halte sich nicht an die Vereinbarungen über neue Waffeninspektionen. Das berichtete die "Washington Post" am Sonntag. Der Irak sei bereit, alle Meinungsverschiedenheiten aus dem Wege zu räumen, heiße es in dem Schreiben des irakischen Präsidentenberaters Amir Sadi an Chefinspekteur Hans Blix. Von Blix verlangte Zusagen, dass Bagdad Überraschungsbesuche in den Präsidentenpalästen zulässt, seien darin jedoch nicht enthalten.

Blix hatte die Ergebnisse der Gespräche mit irakischen Vertretern in Wien in der vergangenen Woche schriftlich festgehalten und Bagdad um Bestätigung gebeten. In dem Antwortschreiben von Donnerstag hieß es jedoch, der zugesagte bedingungslose Zugang für die Waffeninspekteure beziehe sich nur auf die früheren Vereinbarungen mit den Vereinten Nationen. Damit wären Überprüfungen an den Präsidentenpalästen ausgeschlossen.

"Es ist dasselbe alte Spiel"

Der Brief dürfe nicht als Zurückweisung von Blix' Präzisierung verstanden werden, schrieb Sadi den Angaben zufolge jetzt. Offen blieben aber nach US-Angaben mehrere Punkte, darunter auch das Verfahren zur Befragung irakischer Wissenschaftler und die Reisemöglichkeiten der Inspektoren im Irak.

"Die Iraker haben immer noch nicht Ja gesagt zu bedingungslosen, unbehinderten Inspektionen", sagte der Sprecher der amerikanischen UNO-Mission in New York, Richard Grenell, nach Angaben der Zeitung. "Es ist dasselbe alte Spiel." (APA/dpa)

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