Besser als die Arznei

12. Oktober 2002, 16:50
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Das Haustier: Es läßt Blutdruck und Herzfrequenz sinken

Berlin - Haustiere wirken sich auf die Gesundheit nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" häufig günstiger aus als die Einnahme von Medikamenten. Der Umgang mit den Tieren senke den Blutdruck, entspanne und setze Glückshormone frei, heißt es unter Berufung auf eine Studie der State University of New York in Buffalo.

Darin setzte die amerikanische Psychologin Karen Allen eine Gruppe von 240 Ehepaaren unter experimentellen Stress. Die Hälfte davon besaß entweder eine Katze oder einen Hund. Blutdruck und Herzfrequenz stiegen bei ihnen weniger stark an, wenn das Haustier an der Sitzung teilnahm; die Teilnahme des Ehepartners führte dagegen zu deutlich mehr Stress.

In vielen Alten- und Pflegeheimen wird dem Blatt zufolge die Erkenntnis, dass Haustiere quasi therapeutischen Nutzen haben, inzwischen in die Praxis umgesetzt. Reinhold Bergler, Direktor des Instituts für empirische Sozialforschung, habe in einer "Wellensittichstudie", bei der die Vögel an hundert Bewohner in insgesamt 40 Heimen verteilt wurden, deutliche Verbesserungen im Alltag von Pflegepersonal und Heimbewohnern gefunden. Selbst bei verwirrten Patienten bessere sich das Befinden, wenn Tiere an Betreuungssitzungen teilnähmen. (APA/AFP)

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