Philippinen: Armee tötet 20 Moslem-Rebellen

13. Oktober 2002, 13:32
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Offensive auf Lager mit 700 bewaffneten Männern

Manila - Bei einem Präventivschlag gegen separatistische Moslem-Rebellen hat die philippinische Armee nach Militärangaben vom Sonntag mindestens 20 der Rebellen getötet. Hauptziel der Offensive sei ein Lager der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) in der Stadt Sultan Gumander in der Provinz Lanao del Sur gewesen, erklärte ein Militärsprecher. Etwa 1.000 Soldaten hätten sich in einem Waldgebiet von Sultan Gumander mit MILF-Rebellen Gefechte geliefert. Zuvor hatte das Militär festgestellt, dass sich dort 700 bewaffnete Männer - unter ihnen Mitglieder der Abu-Sayyaf-Rebellengruppe - in einem Lager zu Trainingszwecken gesammelt hatten.

Bei heftigen Kämpfen auf der südlichen Philippinen-Insel Jolo waren am Samstag mindestens elf Soldaten getötet worden. 26 weitere Soldaten seien bei dem Angriff auf ein Lager von Moslemextremisten verwundet worden, verlautete aus einer Militärquelle. Die Armee hatte die Stellungen der Abu-Sayyaf-Gruppe nahe der Stadt Patikul mit Bombenflugzeugen und Kampfhubschraubern angegriffen. Abu Sayyaf ist wegen zahlreicher blutiger Überfälle, Morde und Entführungen berüchtigt.(APA/dpa)

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