Musik auf dem Prüfstand. Und ein Kompass.

11. Oktober 2002, 20:00
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"Was tun Musiker, wenn sie ein Musikstück spielen - wie erwecken sie es zum Leben?"

Am 16. Oktober spricht Gerhard Widmer im Rahmen des FWF-Forums über seine "Suche nach dem Horowitz-Faktor". Dabei stellt der Mitarbeiter am Wiener Artificial-Intelligence-Institut (Leitung Robert Trappl) sein interdisziplinäres Forschungsprojekt vor, mit dem er die Nuancen musikalischer Interpretation mit computerunterstützten Methoden aufspürt.

"Was tun Musiker (z.B. berühmte PianistInnen), wenn sie ein Musikstück spielen - wie erwecken sie es zum Leben, wie verleihen sie ihm Form und emotionalen Gehalt? Wie tragen Tempo, Timing, Dynamik, Artikulation etc. zum ästhetischen und emotionalen Eindruck bei?" Zur Beantwortung solcher Fragen hat Widmer mithilfe eines START-Preises (wir berichteten) Programme entwickelt, die Aufnahmen von Musikern quantifizieren und damit neue Einblicke in komplexe musikalische Phänomene ermöglichen. Im Vortrag werden die Möglichkeiten, aber auch die praktischen und theoretischen Schwierigkeiten eines solchen Ansatzes demonstriert. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13. 10. 2002)

16. Oktober, 18 Uhr, Beim FWF, 1040 Wien, Weyringergasse 35, 1. Stock, Konferenzraum.

Der Wiener Wissenschafts-Kompass für den Herbst ist erschienen. Alles, was bis Ende in der Hauptstadt an Vorträgen und Seminaren zu wissenschaftlichen Themen gibt, ist in dem kompakten Band kommentiert und zusammengefasst.

Erhältlich unter 01-58801-41542 (TU Wien) oder auf der Webseite
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