Legionärskrankheit in Belgien

11. Oktober 2002, 18:55
posten

Vier britische Touristen erkrankt - Hotel geschlossen

Brüssel - Die belgischen Behörden haben vorübergehend ein Hotel in der Stadt Menen geschlossen, in dem sich möglicherweise vier britische Touristen mit der Legionärskrankheit angesteckt haben. Nach Medienberichten vom Freitag starb einer der Patienten im Alter von 63 bis 82 Jahren inzwischen an der Krankheit. Sie waren mit einer Gruppe auf einer Busreise unterwegs, die von Belgien aus weiter nach Österreich, Deutschland und Frankreich führte.

Französische Ärzte diagnostizierten bei den Patienten die Legionärskrankheit. Als möglicher Herd der Erreger wurde das Leitungssystem des Hotels Ambassador in Menen, 100 Kilometer westlich von Brüssel, ausgemacht. Nach einer gründlichen Desinfektion der Leitung kann das Hotel nach Angaben der örtlichen Behörden möglicherweise noch in diesem Monat wieder öffnen.

Die Legionärskrankheit wird durch winzige Tröpfchen kontaminierten Wassers übertragen. Die Legionellen können schwere Lungenentzündungen auslösen und gelangen oft über Klimaanlagen, verseuchte Wassertanks und Flüsse in den menschlichen Körper. Wird die Erkrankung nicht behandelt, endet sie in 15 bis 20 Prozent aller Fälle tödlich, vor allem bei älteren und geschwächten Patienten. (APA/AP)

Share if you care.