Ex-adidas-Chef Louis-Dreyfus spielt Schlüsselrolle bei Kirch Sport

11. Oktober 2002, 17:33
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Management um Ex-Fußballstar Netzer bleibt unverändert

Nach dem Besitzerwechsel beim Kirch-Sportrechtehandel wird der ehemalige adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus künftig bei der Vermarktung der Fußball-Bundesliga kräftig mitmischen. Louis-Dreyfus habe die Übernahme der Kirch Sport AG durch das Management zu einem Großteil finanziert und werde daher eine Schlüsselrolle spielen, sagte der Marketing-Direktor der Kirch Sport AG, John Kristick, am Freitag in München. Das Management um Ex-Fußballstar Günter Netzer bleibe aber unverändert. Auch für die Zuschauer der Fußball-Bundesliga werde sich nichts verändern.

Kaufpreis zwischen 200 und 300 Millionen Euro

Am Donnerstag hatte der Gläubigerausschuss der insolventen KirchMedia den Verkauf der Sportrechte an das bisherige Management der Kirch Sport AG abgesegnet (etat.at berichtete). Damit setzten sich Netzer und Louis-Dreyfus gegen eine Gruppierung durch, hinter der Leo Kirch stand. Der Kaufpreis lag laut Branchenkreisen zwischen 200 und 300 Mill. Euro. Kristick wollte sich dazu nicht äußern.

Der Sportrechtehandel gehörte zu den wenigen profitablen Geschäftsfeldern der KirchGruppe. Einen Kurswechsel hält das Management daher nicht für notwendig. "Wir waren bisher erfolgreich", sagte Kristick. Jetzt gelte erst einmal die Devise "Business as usual." Die Bundesliga-Fernsehrechte der Buli GmbH sollen künftig in die Kirch Sport AG integriert werden. Chef der Gesellschaft soll der Medienmanager Oscar Frei bleiben. Günter Netzer werde nach wie vor Mitglied der Geschäftsführung sein. (APA/dpa)

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