Zeitgerechte Auszeichnung

11. Oktober 2002, 17:33
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Carter Center feiert 20-jähriges Bestehen

Washington - Der Friedensnobelpreis für den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter kommt zeitgerecht zum 20-jährigen Jubiläum des von ihm gegründeten "Carter Centers". Das Institut in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia unterstützt unter dem Motto "Frieden verbreiten, Krankheiten bekämpfen, Hoffnung aufbauen" zahlreiche Hilfsprojekte in mehr als 80 Entwicklungsländern. Dabei stehen laut Eigendarstellung vor allem die Stärkung von Menschenrechten und Demokratie im Mittelpunkt.

Das Carter-Zentrum arbeitet eng mit der christlich-methodistisch orientierten Emory University in Atlanta zusammen und bezieht auch einen Großteil seines Personals aus der Hochschule. Insgesamt arbeiten 150 Voll- und Teilzeitangestellte für das Institut. Der aktuelle Jahresetat von rund 35 Millionen Dollar (35,5 Millionen Euro) wird überwiegend aus Privatspenden bestritten.

Unabhängig und ergebnisorientiert

Das Zentrum hat seinen Sitz in vier miteinander verbundenen Pavillons in einem weitläufigen Parkgelände in Atlanta. Auf dem Gelände befinden sich auch die Carter-Bibliothek und das Carter-Museum, die beide vom US-Bundesarchiv verwaltet werden. In seinen Grundprinzipien betont das Center, vor allem ergebnisorientiert und unabhängig arbeiten zu wollen. Das Institut gehe "schwierige Probleme" an, schließe aber dabei die Möglichkeit des Scheiterns eigener Bemühungen als "akzeptables Risiko" keineswegs aus.

Wahlbeobachter für den Anfang

Mit dem Standpunkt, freie und gerechte Wahlen seien der erste, wichtigste Schritt für Entwicklungsländer, richtete das "Carter Center" 1997 ein Demokratieprogramm ein. In dessen Rahmen wurden WahlbeobachterInnen unter anderem nach Osttimor, Haiti, Panama, Ghana, Mosambik und in mehrere Nahoststaaten entsandt. Carter-MitarbeiterInnen waren auch an Friedensbemühungen in Sudan, Liberia, Bosnien und Korea beteiligt. (APA)

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