Lernende Schweizer

11. Oktober 2002, 15:26
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32 Prozent der Berufstätigen bilden sich

Jährlich bilden sich in der Schweiz rund 1,9 Millionen Erwachsene in 2,7 Millionen Kursen während 123 Millionen Stunden weiter. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen befindet sich die Schweiz mit 39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung und 32 Prozent der Erwerbstätigen, die Kurse besuchen, im internationalen Vergleich bestenfalls im Mittelfeld (Zahlen: Bundesamt für Statistik). In Skandinavien und in den anglophonen Mitgliedsländern der OECD ist die Beteiligung an Weiterbildung teilweise beträchtlich höher.

In den vergangenen Jahren hat sich die Teilnahmequote an organisierter Weiterbildung in der Schweiz kaum verändert. Seit 1993 bewegt sich die Teilnahme an sämtlichen Kursen knapp unter der 40-Prozent-Marke.

Die Gewichte haben sich allerdings verschoben. So hat während den 90er-Jahren die berufliche Weiterbildung an Bedeutung gewonnen (von 23 auf 29 Prozent). Die Teilnahme an Freizeitkursen nahm hingegen ab (von 21 auf 12 Prozent). Es fällt aber auf, dass die erwachsene Bevölkerung neben den Kursen vermehrt auch auf andere Mittel zur Weiterbildung zurückgreift. Am beliebtesten sind Fachbücher und -zeitschriften, gefolgt von Vorträgen und Tagungen, Lernsoftware oder verschiedenen Medienarten wie zum Beispiel Video. (rew)

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