"Macht Arbeit krank?"

11. Oktober 2002, 15:24
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Jede/r dritte ArbeitnehmerIn leidet unter Stress - Frauen mehr als Männer

Klagenfurt - Fast jede/r dritte ArbeitnehmerIn leidet unter Stress im Job. Dies nahm der Kärntner Gesundheitsreferent Peter Ambrozy (S) zum Anlass, um bei einem Informationstag über psychosoziale Risiken bei der Arbeit am Freitag in Klagenfurt den Betrieben Hilfe anzubieten.

Frauen leiden mehr

"Macht Arbeit krank?" lautete das Thema der Veranstaltung, zu dem das Land und pro mente Kärnten eingeladen hatten. Neueste Studien belegen, dass 28 Prozent der ArbeitnehmerInnen bzw. 41,2 Millionen Menschen in der EU davon betroffen sind, Frauen häufiger als Männer. "Arbeitsbedingter Stress führt jährlich zum Verlust von Millionen Arbeitstagen und kostet allein in Österreich im Jahr mindestens zwei Milliarden Euro", sagte der Gesundheitsreferent. 50 bis 60 Prozent aller verlorenen Arbeitstage sind Studien zufolge auf Stress zurückzuführen.

Stressursachen

Die häufigsten Ursachen für Stress am Arbeitsplatz sind das Fehlen von Jobsicherheit und der Kontrolle über Arbeitsvorgänge, Überarbeitung, Monotonie, Zeitlimits, hohe Arbeitsgeschwindigkeit, Mobbing sowie gefährliche physische Umstände wie biologische, radioaktive oder chemische Risiken.

Gesundheitsschäden

Stress am Arbeitsplatz kann verschiedene gesundheitsschädliche Auswirkungen wie Herzinfarkt, Krebs, Muskel- und Magenerkrankungen, Ängstlichkeit und Depression, Unfall oder Selbstmord zur Folge haben. 16 Prozent der Herz-Kreislauferkrankungen bei Männern und 22 Prozent bei Frauen sind Schätzungen zufolge auf Stress zurückzuführen. (APA)

  • Vom Arbeitsstress sind Frauen häufiger betroffen.
    foto: standard.online/photodisc
    Vom Arbeitsstress sind Frauen häufiger betroffen.
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