Zwei "Kulturkinos" für die Innenstadt

16. Oktober 2002, 18:18
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Zukunft von Metro und Gartenbau vorgestellt: "zeitnah - weltfern" und - nach dem Festival - der neue Kaurismäki-Film

Wien - Der Viennale-Auftakt am kommenden Wochenende gibt auch den Startschuss für die Neuübernahme zweier innerstädtischer "Traditionskinos": Das Filmarchiv Austria, nun Betreiber des Metro-Kinos, eröffnet mit der Schau "zeitnah, weltfern" im Rahmen des Festivals auch seine neue Spielstätte - für Retrospektiven mit Schwerpunkt österreichische Filmgeschichte sowie restaurierte Archivfilme und regelmäßige Aufführungen von Stummfilmraritäten.

Die Viennale selbst wird über die hauseigene "Entuziasm Ges.m.b.H." im Anschluss an die Filmfestwochen mit Aki Kaurismäkis Der Mann ohne Vergangenheit den regulären Spielbetrieb im Gartenbau-Kino aufnehmen. Als Ergänzung zum bestehenden Programmkinoangebot sollen weiters Filme gezeigt werden, die sonst nicht in den heimischen Verleih kommen, sowie historische Reprisen. Außerdem will man das Gartenbau wieder als Premierenkino, zumal für heimische Produktionen, etablieren.

Die Geschäftsführung übernimmt Petra Giesl, bisher unter anderem für die UCI Kinowelt tätig, gemeinsam mit Viennale-Geschäftsführerin Eva Rotter. Für die Programmierung ist bis auf weiteres Viennale-Direktor Hans Hurch verantwortlich. Die Gemeinde Wien will den Erhalt beider "Kulturkinos" mit einer jährlichen Betriebssubvention von derzeit 390.000 Euro unterstützen. (DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.10.2002)

Von Isabella Reicher

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Filmarchiv Austria

Gartenbaukino.at

  • Gartenbau-Detail vom "Lost Weekend"
    foto: gartenbaukino.at

    Gartenbau-Detail vom "Lost Weekend"

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