Nach SP-Wahlkamfpauftakt: Rauch-Kallat sieht SPÖ auf Schüssel-Kurs

11. Oktober 2002, 13:57
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Schweitzer wirft SPÖ "Aggression und Destruktion" vor

Wien - Auf "Schüssel-Kurs" sieht ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat den SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer. "Es ist zwar nicht glaubwürdig, aber sehr bemerkenswert, dass sich SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer bei seinem gestrigen Wahlkampfauftakt verpflichtet hat, eine Politik des ausgeglichenen Haushalts fortzusetzen", so Rauch-Kallat am Freitag in einer Aussendung. Nach einem "Budget-Zick-Zack-Kurs" habe sich der SPÖ-Chef damit zu einer Politik verpflichtet, die Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vorgegeben habe.

Rauch-Kallat sagt freilich, sie sei "äußerst skeptisch" hinsichtlich der Aufrichtigkeit dieses Versprechens. "Aber auch, wenn Alfred Gusenbauer erkannt haben sollte, dass die Budget-Politik von Bundeskanzler Schüssel und der ÖVP doch die bessere ist, stellt sich die Frage, warum die Menschen dann zum Schmiedl gehen sollen und nicht gleich zum verlässlichen Schmied."

Überhaupt beschäftigte sich die SPÖ mangels eigener Themen vorwiegend mir der ÖVP und dem Bundeskanzler. Das zeige auch die "langatmige Auseinandersetzung" von SPÖ-Vizechef Michael Häupl mit der Person des Bundeskanzlers.

Schweitzer wirft SPÖ "Aggression und Destruktion" vor

FPÖ-Klubobmann Karl Schweitzer hat der SPÖ im Wahlkampf "Aggression und Destruktion" sowie Desinformation vorgeworfen. Der Wahlkampfauftakt der SPÖ sei eine "inhaltliche und personelle Bankrotterklärung" gewesen.

Schweitzer am Freitag in einer Aussendung: "Gusenbauer und sein Einpeitscher Häupl setzen ihre politische Linie der letzten Jahre nahtlos fort, nach dem Motto: Von der Fundamentalopposition in den Fundamentalwahlkampf". Die SPÖ setze ausschließlich auf rücksichtslose Polarisierung. Dafür sei ihr jedes Mittel recht. Die Interessen Österreichs blieben dabei auf der Strecke. Die Behauptung Gusenbauers, dass die SPÖ aus eigenen Fehlern gelernt habe, erweise sich damit als völlig lächerlich und unglaubwürdig.

Gestern habe sich auch wieder einmal gezeigt, wer in der SPÖ wirklich das Sagen habe. "Der Fiaker Häupl sitzt auf dem Kutschbock der roten Droschke, schnalzt mit der Peitsche und gibt seinem Fahrgast Gusenbauer die Richtung vor", sagte Schweitzer. (APA)

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