Beschwerden über Keilermethoden im Telefonmarkt häufen sich

11. Oktober 2002, 18:25
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TA beschuldigt alternative Betreiber der unlauteren Verkaufspraktiken - Einzelklagen laufen

Im heiß umkämpften österreichischen Telefonmarkt häufen sich die Beschwerden über unseriöse Keilermethoden. Zum einen beschuldigen die alternativen Telekombetreiber die börsenotierte Telekom Austria (TA), mit unlauteren Verkaufspraktiken Kunden abzuwerben, zum anderen werden monatlich einige hundert Beschwerden bei der TA selbst über unseriöse Türverkäufer verzeichnet.

Verfahren eingeleitet

In den Bundesländern Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg gehen die meisten Beschwerden über unlautere Geschäftspraktiken ein, teilte die TA am Freitag mit. Die TA habe gegen einzelne alternative Betreiber bereits gerichtsanhängige Verfahren eingeleitet, hieß es aus der TA-Pressestelle. Außerdem sei eine Hotline für verunsicherte Kunden unter der Nummer 0800 100 154 eingerichtet worden.

"Falsche Ausweise und unlautere Verkaufspraktiken"

Die TA wirft ihren Konkurrenten vor, "mit falschen Ausweisen und unlauteren Verkaufspraktiken" TA-Kunden zu Verträgen mit einer anderen Telefonfirma "zwischen Tür und Angel zu überreden". Manche Keiler würden sich etwa als Mitarbeiter der TA ausgeben oder behaupten, die TA sei in Konkurs und man käme von der Nachfolgefirma. (APA)

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    foto: telekom austria/garzarolli
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