US-Behörde FCC lehnt Fusion von Satelliten-TV-Anbietern ab

11. Oktober 2002, 11:33
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16 Milliarden-Dollar-Deal geplatzt

Die amerikanischen Aufsichtsbehörde FCC hat die Übernahme der Hughes Electronics mit ihrer Satelliten-TV-Tochter DirecTV durch EchoStar Communications abgelehnt. Das teilte die für den Rundfunk- und Fernsehbereich zuständige Federal Communications Commission (FCC) am Donnerstag mit. Hughes Electronics Corp ist ein Tochterfirma von General Motors.

Die Transaktion hätte einen Wert von 16 Mrd. Dollar (16,2 Mrd. Euro) gehabt. FCC-Chef Michael K. Powell begründete die Ablehnung der Fusion des Satelliten-TV-Anbieters EchoStar und DirecTV mit Wettbewerbsbehinderungen. Die geplante Fusion würde nach Einschätzung Powells in jedem Einzelmarkt des Landes einen lebensfähigen Wettbewerber beseitigen. EchoStar und DirecTV konkurrieren nach FCC-Angaben nicht nur massiv mit den Kabelfernsehanbietern sondern auch untereinander.

Neue Fusionsvorschläge

Durch eine Fusion von DirecTV und EchoStar wäre ein Unternehmen mit 18,2 Mill. Zuschauern und einem Anteil von mehr als 95 Prozent im amerikanischen Satelliten-TV-Markt entstanden.

Die FCC ordnete eine Anhörung vor einem Verwaltungsrichter an. Dies ist das übliche Verfahren bei der Ablehnung einer Transaktion durch die Behörde. Die beiden Firmen haben 30 Tage Zeit, neue Fusionsvorschläge zu machen, die den Wettbewerbsbedenken der Behörde Rechnung tragen.

Branchenkenner glauben, dass die News Corp. des Medienmoguls Rupert Murdoch wieder aktiv werden könnte. Die News Corp. hatte sich ebenfalls für Hughes interessiert, doch war sie im vergangenen Jahr von EchoStar überboten worden. (APA/dpa)

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