Voyeurismus und das Internet

11. Oktober 2002, 17:56
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"Upskirt Photography" in den USA: Keine Strafen für Spanner - woher kommt der Trend zum Voyeurismus?

Wie die LA Times berichtet, scheint es in einigen US-Bundesstaaten erlaubt zu sein, mit einer Videokamera unter einen Rock zu blicken. Eine Klage gegen zwei Männer, denen diese Verhalten vorgeworfen wurde, wurde vom Supreme Court des Bundesstaates Washington abgewiesen. Das Gericht stufte das Vergehen der Männer als geschmacklos aber nicht illegal eing.

Achtung der Privatsphäre nur eingeschränkt möglich

Natürlich gibt es Gesetze gegen Voyeurismus, diese verbieten jedoch nicht die sogenannte "Upskirt Photography" an einem öffentlichen Ort. Die Achtung der Privatsphäre sei nämlich an einem öffentlichen Ort nur eingeschränkt möglich, begründet das Gericht seine Entscheidung.

Wer ist verantwortlich

Nunwird in der "LA Times" die Frage gestellt, wer oder was für diese Geschmacklosigkeit verantwortlich ist. Die Kategorie "Upskirt Photography" ist bei einschlägigen Sex- und Pornoseiten im Internet zu finden. Daher vermuten Wissenschafter, dass das Internet für diese Art von Voyeurismus verantwortlich sei und diese versteckten Neigungen an den Tag bringt. Ihnen zu folge würden Männer erst durch diese Webseiten "auf den Geschmack kommen". Mit modernen Digital-Kameras ist es dann nur allzu einfach Bilder gleich ins Internet zu stellen.

Dabei handelt es sich natürlich um eine äußerst umstrittenen Theorie. Denn hier stellt sich die Frage: Was war zuerst da? Der Voyeur oder das Internet? (red)

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