"Zukunftsvorsorge" ab 1. Dezember

10. Oktober 2002, 19:17
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Wiener Städtische wird Vorreiter, hofft jedoch auf geringeren Aktienanteil

Wien - Die Wiener Städtische Versicherung bietet bereits ab 1. Dezember die neue prämienbegünstige "Zukunftsvorsorge" an, die mit einem staatlichen Zuschuss von bis zu 180 Euro pro Jahr gefördert wird.

Wie Generaldirektor Günter Geyer am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, wird dabei die Kapitalsicherheit garantiert. Zusätzlich ist in dem Vorsorgemodell der Städtischen eine Prämienbefreiung bei Krankheit, Babykarenz und Familienhospiz-Karenz vorgesehen. Konkret übernimmt die Versicherung für diese Zeit die Prämienzahlung, ohne dass dabei die staatliche Förderung verloren geht. Falls gewünscht, ist in diesem Paket auch ein Unfallversicherungsschutz enthalten.

Die Mindestvertragsdauer wurde vorläufig mit 15 Jahren festgesetzt, Geyer deutete aber an, dass bei Änderung einiger der derzeitigen Bestimmungen auch eine Verkürzung auf zehn Jahre möglich wäre. Auf Basis der geltenden Bestimmungen rechnet er mit einer jährlichen Rendite von drei bis fünf Prozent.

Unzufrieden ist Geyer vor allem mit dem Passus, wonach 60 Prozent des veranlagten Geldes in Aktien eines eng begrenzten geografischen Raumes (Österreich, Griechenland und Portugal) fließen müssen. "Wir würden uns einen Aktienanteil von 30 bis 40 Prozent für den gesamten EU-Raum wünschen", betonte er. Mit einem "maßgeblichen" Österreichanteil wäre er durchaus einverstanden. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 11.10.2002)

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