KirchMedia: Übernahmeangebote liegen bei rund zwei Milliarden Euro

10. Oktober 2002, 16:47
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Drei Bietergruppen - Endgültige Angebote müssen bis 30. Oktober vorgelegt werden

Die Angebote für die Übernahme der insolventen KirchMedia liegen nach den Worten von Geschäftsführer Heinz-Joachim Ziems bisher alle in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro. "Wir gehen noch von einer Steigerung aus", sagte Ziems am Donnerstag am Firmensitz in Ismaning.

Die verbliebenen drei Bietergruppen haben bis zum 30. Oktober Zeit, endgültige Angebote für die Übernahme von KirchMedia vorzulegen, die noch Teile der Produktion, den Filmrechtehandel und die Mehrheit an der Senderfamilie ProSiebenSat.1 umfasst. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die drei Konsortien am Ende zu zweien zusammenschließen würden, sagte Ziems weiter.

Den Preis für den Sportrechtehandel, der an das Management der Schweizer KirchMedia-Tochter KirchSport AG und den Investor Robert Louis-Dreyfus verkauft wird, bezifferte Ziems auf einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Endrunde

In die Endrunde um den Verkauf der insolventen KirchMedia sind insgesamt drei Bieterkonsortien gekommen. So seien zum einen noch die Altgesellschafter Rewe und Lehman Brothers Holdings Inc sowie die Commerzbank AG im Rennen, teilte KirchMedia-Geschäftsührer Hans-Jochim Ziems am Donnerstag nach der Gläubigerausschuss-Sitzung mit. Zum anderen sind nach seinen Worten noch der Heinrich Bauer Verlag gemeinsam mit der HypoVereinsbank AG vertreten. Zu dem Konsortium könnte in den kommenden Tagen auch das US-Filmstudio Columbia Tristar stoßen.

Der dritte im Bunde sei der französische TV-Sender Television Francaise TF 1 SA gemeinsam mit dem US-Medienunternehmer Haim Saban. Die Angebote liegen nach Angaben von Ziems insgesamt "nah beieinander", so dass erst in der Gläuberaussschuss-Sitzung am 30. Oktober endgültig über den neuen Investor entschieden werde. (APA/Reuters/vwd)

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