Do&Co kooperiert mit Coca-Cola

10. Oktober 2002, 14:39
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Wiener Gastronom erhofft sich Zugang zu neuen Märkten

Wien - Der börsenotierte Wiener Gastronomie-Konzern Do&Co ist mit dem US-Getränkegiganten Coca-Cola eine Partnerschaft eingegangen. Do&Co werde in all seinen Aktivitäten - also im Restaurant/Bar-Bereich, beim Event Catering und im Airline Catering - künftig Coca-Cola-Produkte in das Programm aufnehmen und anbieten, sagte Do&Co-Chef Attila Dogudan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Ziel der Kooperation sei es, "neue Märkte zu öffnen, auf denen es Do&Co alleine sehr schwer hätte", so Dogudan, der in diesem Zusammenhang auf Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften verwies. Wie sich die künftige Partnerschaft auf die Umsätze von Do&Co auswirken werden, könne derzeit noch nicht gesagt werden: "In der ersten Runde kann man noch nicht an das Finale denken".

Für den Präsidenten von Coca-Cola Central Europe, Eurasia & Middle East, Cem Kozlu, stellt die neue Partnerschaft nicht nur eine Kooperation von zwei Unternehmen dar, sondern habe auch eine deutliche persönliche Komponente, die auf dem Engagement, der Professionalität und der Kreativität von Do&Co Chef Dogudan beruht. Seinen Anfang habe das Projekt beim Opernballbesuch von Coca-Cola-Boss Douglas Daft genommen, als bei einem "kurzen" Zusammentreffen mit Dogudan die Kooperation vereinbart wurde.

Österreichs Coca-Cola-Chef Frank van Buchem will über die Partnerschaft mit Do&Co die weltweite Traditionsmarke Coca-Cola weiter "emotionalisieren" und den Erlebnisfaktor beim Konsum des Kultgetränks steigern. Als erste Aktivitäten sind laut Dogudan die Eventserie "Cuba Libre Nights" (ab nächster Woche) sowie ab Mitte November bis Ende Dezember der Event "Santa Claus Bar & Grill" in der Akademiestraße geplant, wo gemeinsam mit Coca-Cola Advent- und Weihnachts-Feeling vermittelt werden soll.

Do&Co sieht sich in der Kooperation als "Ideenpool" für derartige Veranstaltungen. Es sollen Produkte kreiert werden, innovative Marketingpläne bzw. Module entwickelt werden, so Dogudan. Im Mittelpunkt stehe dabei das perfekte Servieren des Produktes Coca-Cola, betonte der Marketing-Experte. Die fertigen, erprobten Module sollen dann auch anderen Gastronomen angeboten werden.

Das Interesse am Caterer Airest seitens Do&Co sei weiterhin aufrecht, bestätigte Dogudan am Rande der Pressekonferenz. Die Gespräche laufen weiter, unter Druck wolle man sich aber nicht bringen lassen. "Wir prüfen die Zahlen", so Dogudan. Wie berichtet, haben die Austrian Airlines (AUA) angekündigt, sich bis zum Jahresende von ihrer Beteiligung an Airest trennen zu wollen. Raiffeisen, seit voriger Woche Sperrminoritäts-Aktionär bei Do&Co, hat Dogudan jüngst ausdrückliche Schützenhilfe bei einem Airest-Einstieg zugesagt. (APA)

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