Kulturtheoretiker Hilmar Hoffmann erhält Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

10. Oktober 2002, 14:28
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Frankfurt/Wien - Hilmar Hoffmann, langjähriger ehemaliger Kultursenator und Kulturtheoretiker und früherer Präsident des Goethe-Instituts, ist am Mittwoch in Frankfurt im Rahmen des Empfangs anlässlich der Frankfurter Buchmesse von Kunststaatssekretär Franz Morak mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse auszeichnet worden. Morak würdigte Hoffmann als einen der einflussreichsten theoretisierenden Praktiker im deutschsprachigen Raum, heißt es in einer Aussendung des Staatssekretariats.

"Es gibt so etwas wie eine sentimentalische Sehnsucht nach kultureller Programmatik, wie sie Hilmar Hoffmann vorgelebt hat, auch wenn heute die Voraussetzungen für eine Umsetzung anders gelagert sind als in den 70er Jahren", so der Staatssekretär in seiner Würdigung. Hoffmann habe mit seiner Tätigkeit die kulturpolitische Debatte, die Kulturpolitik und die Kulturschaffenden inspiriert. Seine theoretische wie praktische Arbeit wurde zum Synonym für eine neue, aktiv gestaltende Kulturpolitik weit über Frankfurt und Deutschland hinaus, so Morak abschließend.

Hoffmann hob in seiner Dankesrede sbesondere die Verdienste der ebenfalls anwesenden Außenministerin Benita Ferrero-Waldner um die österreichische Außenpolitik hervor und beklagte die Entwicklungen der gegenwärtigen deutschen Kulturpolitik. Man könne "heute neidisch nach Österreich schauen und die österreichische Kulturpolitik bewundern", so Hoffmann. (APA)

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