Alternativer Nobelpreis für "Kvinna till Kvinna "

11. Oktober 2002, 08:51
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Schwedische Frauenorganisation erhielt geteilte Auszeichnung

Stockholm - Die Alternativen Nobelpreise werden an diesem Jahr an Preisträger aus Schweden, Australien, Paraguay und Burundi vergeben. Wie die "Stiftung für Richtiges Leben" am Donnerstag in Stockholm mitteilte, teilen sich die schwedische Frauenorganisation Kvinna till Kvinna (Von Frau zu Frau) und ein Jugendzentrum im afrikanischen Burundi den mit zwei Millionen Kronen (218.434 Euro) dotierten Preis mit dem paraguayanischen Menschenrechtler Martin Almada. Einen nicht dotierten Ehrenpreis bekommt der australische Umweltschützer Martin Green.

Allen PreisträgerInnen sei gemeinsam, dass sie die Grundlage für eine Weltordnung gelegt hätten, in deren Mittelpunkt der Respekt vor dem Leben stehe, sagte der Gründer der "Stiftung für Richtiges Leben" Jakob von Uexkull.

Kriegswunden lindern

Kvinna till Kvinna (Von Frau zu Frau) wurde 1993 als Reaktion auf Gewalt gegen Frauen während der Balkankriege gegründet. Die Stiftung zeichnete sie dafür aus, dass sie die Wunden des ethnisch motivierten Hasses und des Krieges gelindert hat und Frauen dabei half, Versöhnungsarbeit zwischen den Volksgruppen zu leisten.

Das Jugendzentrum Kamenge in Burundi, das 1991 von italienischen Missionaren gegründet worden war, wurde für seine Anstrengungen ausgezeichnet, jungen Leuten beim gemeinsamen Aufbau einer Zukunft nach neun Jahren Bürgerkrieg zu helfen.

Martin Almada aus Paraguay wurde für seinen Mut und seine Bemühungen geehrt, "die Folterer zur Rechenschaft zu ziehen und sein Land auf einen neuen demokratischen Kurs zu bringen". Almada war unter der Diktatur von Alfredo Stroessner inhaftiert und gefoltert worden. Der australische Wissenschaftler Martin Green, Professor an der Universität von New South Wales, erhielt den Alternativen Nobelpreis für seine Forschungserfolge auf dem Gebiet der Solarenergie.

Zum Stifter

Der schwedisch-deutsche Philanthrop, Journalist und Briefmarkenhändler von Uexkull hatte den Alternativen Nobelpreis 1980 ins Leben gerufen. Er ist mit insgesamt zwei Millionen Kronen (knapp 219.000 Euro) dotiert. Die Preise werden am 9. Dezember im schwedischen Parlament verliehen. (APA/red)

  • Die "Right Livelihood Award Foundation" wurde 1980 von dem schwedisch-deutschen Autor Jakob von Uexkull gegründet.
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    Die "Right Livelihood Award Foundation" wurde 1980 von dem schwedisch-deutschen Autor Jakob von Uexkull gegründet.
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