Cap kritisiert Werbeaufkommen der Regierung

10. Oktober 2002, 15:19
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Seit 10. September "täglich 21.800 Euro für Inserate, Beilagen und Ähnliches", so der SP-Klubobmann

Ein massives Aufkommen von Eigenwerbung seitens der Bundesregierung seit dem 10. September - jenem Tag, an dem klar wurde, dass es zu Neuwahlen komme - ortet der geschäftsführende Klubobmann der SPÖ, Josef Cap. Seit dem 10. September würden täglich 21.800 Euro für Inserate, Beilagen und Ähnliches aufgewandt, kritisierte Cap am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Jüngste Aktion: eine achtseitige Beilage des Innenministers zur Wiener Polizei.

"So viel Geld wurde noch nie ausgegeben"

Insgesamt habe die schwarz-blaue Regierung seit ihrem Amtsantritt 22 Mill. Euro aus Steuermitteln für mediale Werbung aufgewandt - "so viel Geld wurde noch nie ausgegeben", betonte Cap, ohne allerdings in der Pressekonferenz mit einer konkreten Vergleichsziffer für das rot-schwarze Vorgänger-Kabinett aufzuwarten.

"Eigenlob- und Eitelkeitsranking"

Für die Zeit vor der Wahl am 24. November kündigte Cap ein "Eigenlob- und Eitelkeitsranking" an. Cap gab zudem zu bedenken, dass teils dieselbe Werbeagentur mit Ressort- bzw. Parteiwerbung betraut worden sei. Ihn würde daher interessieren, wieviel die Partei dann noch für ihren Auftrag zahle. (APA)

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    Josef Cap

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