Haupt will Mindesteinkommen von 1.000 Euro

10. Oktober 2002, 12:40
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Wahlkampftöne: "Entlastung von Kleinverdienerinnen" und Steuerfreistellung von KleinstverdienerInnen - Prammer kontert

Wien - Als "pures Scheingefecht auf dem Rücken der Frauen" und in den Inhalten ihrer Forderungen getragen von einer "völlig schamlosen Unglaubwürdigkeit", bezeichnete am Donnerstag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer die Aussagen von Herbert Haupt und Magda Bleckmann punkto FPÖ-Frauenpolitik.

Haupt und Bleckmann hatten in einer Aussendung die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1.000 Euro sowie einer Steuerfreistellung von Jahreseinkommen von weniger als 14.500 Euro als "richtungsweisendes Signal für die Frauenpolitik der Zukunft" hervorgehoben. "Mit dem Kindergeld für alle wurde bereits eine wichtige armutsmindernde Maßnahme eingeführt, mit der Realisierung des gesetzlichen Mindestlohns von 1.000 Euro könnten wir diesen erfolgreichen Weg weiter beschreiten", so Bleckmann. Für den Frauenminister ist es ein "Faktum", dass niemals zuvor für Frauenangelegenheiten mehr Budgetmittel zur Verfügung standen als unter seiner Leitung des Ressorts.

"Diese Partei, die jetzt um die Stimmen der Frauen buhlt, hat die Frauenpolitik abgeschafft und viel dazu beigetragen, dass Frauen nach zweieinhalb Jahren schwarz-blauen Regieren weniger faire Chancen haben", betonte Prammer abschließend. (red)

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