ÖVP wirft Grünen Fundamentalismus vor

10. Oktober 2002, 10:52
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Rauch-Kallat: Der Lack einer moderaten Partei ist ab

Wien - Zwischen ÖVP und Grünen herrscht im Wahlkampf ein frostiges Klima. ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat meinte am Donnerstag in einer Aussendung, "jetzt ist der Lack einer moderaten grünen Partei endgültig ab und dahinter kommt die fundamentalistische Haltung zum Ausdruck, für die die Mehrheit der Grünen immer schon gestanden ist". Sie kritisierte vor allem die jüngste Aussage des Grünen Europasprechers Johannes Voggenhuber, der mit rot-grün nur eine echte Regierungsoption sehe und alles andere als nationales Unglück oder Katastrophe bezeichne.

Außerdem kritisierte sie die "unerhörten Vorwürfe" der stellvertretenden Grünen Bundessprecherin Eva Glawischnig gegen die ÖVP. Glawischnig hatte der ÖVP zunächst einen rechtsextremen Kurs vorgeworfen, dann diesen Ausdruck zurück gezogen und gleichzeitig einen "strammen Rechtskurs" der Volkspartei kritisiert. Rauch-Kallat sprach daraufhin von der "nächsten Warnung vor einem Kulturkampf, den rot-grün im Fall einer Regierungsübernahme führen" würde. Ein solches Politszenario müsse Österreich erspart bleiben. Dem Grünen Bundessprecher Alexander Van der Bellen warf Rauch-Kallat vor, "mehr und mehr vor den linken Ideologen in seiner Partei in die Knie zu gehen".

Van der Bellen selbst hatte zuletzt jegliche Spekulationen über schwarz-grün zurück gewiesen. Ziel sei das Brechen der blau-schwarzen Mehrheit. Und "wenn die blau-schwarze Mehrheit bricht, dann wird es mathematisch eine rot-grüne Mehrheit geben. Mit dem Gefühl, ok, die einen haben verloren, die anderen gewonnen, jetzt sollen es die anderen probieren. Das ist völlig klar", so Van der Bellen. (APA)

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